Eigentlich hat alles ganz harmlos angefangen. Ich wollte meiner Partnerin ein kleines Album machen – etwas Persönliches, ein bisschen atmosphärisch, nichts Grosses. Mehr ein Experiment als ein Projekt. Aus Neugier, aus Spass, ohne Erwartungen.

Und dann hat es mir überraschend viel Freude gemacht. So viel, dass ich noch einen draufgesetzt habe.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass Gedanken nicht immer nur in Textform Platz finden. Manche Stimmungen, Bilder oder Fragen lassen sich anders ausdrücken – freier, emotionaler, weniger erklärend. Genau aus diesem Impuls heraus habe ich mich weiter mit Musik beschäftigt.

Entstanden ist dabei Synthetaria – ein Projekt, bei dem elektronische Klänge, Atmosphäre und Texte zusammenkommen. Die Texte stammen von mir. Es sind keine klassischen Songs mit klaren Botschaften, sondern eher Fragmente, Stimmungen und Gedanken. Themen wie Identität, Technologie, Gesellschaft, Zukunft, Kontrolle und Freiheit tauchen immer wieder auf. Nicht als Aussage, sondern als Raum zum Hineinhören.

Was mich dabei selbst überrascht hat, ist, wie gut das Zusammenspiel mit KI funktioniert. Die Musik entsteht mit Unterstützung von AI – und ja, das tönt teilweise brutal gut. Nicht, weil die Technik alles übernimmt, sondern weil sie Ideen hörbar macht, die sonst vielleicht in einem Notizbuch geblieben wären. Die KI ersetzt das Schreiben nicht, sie übersetzt Worte, Bilder und Stimmungen in Klang.

Für mich ist das Ganze kein klassisches Musikprojekt und auch kein Produkt, das etwas beweisen muss. Es ist ein Experiment. Ein Ausprobieren. Eine weitere Ausdrucksform – neben Text, Beruf, Engagement und Alltag. Und vielleicht auch ein gutes Beispiel dafür, wie Technologie sinnvoll eingesetzt werden kann: als Werkzeug, nicht als Selbstzweck.

Ob jemand die Musik hört, mag oder weiterverfolgt, ist zweitrangig. Mir geht es darum, Dinge auszuprobieren, Gedanken weiterzudenken und neue Formen zuzulassen. Manchmal beginnt etwas Kleines – und entwickelt plötzlich eine eigene Dynamik.

Vielleicht ist das auch einfach eine Erinnerung daran, dass man nicht immer einen grossen Plan braucht. Manchmal reicht Neugier.

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